Die Integrale Philosophie sieht uns als Ganzes:
Wir sollten allen Bereichen, die für unsere Gesundheit wichtig sind, Aufmerksamkeit schenken:
Körper, Emotionen, Geist und Seele!
Diese Bereiche sind wie Blumenbeete, die wir kontinuierlich pflegen sollten:
Körper: für gute Ernährung, Bewegung, frische Luft und Schlaf sorgen
Emotionen: Emotionale Intelligenz fördern, Ressourcen erschließen
Geist: Wachstums-Mindset stärken, sich weiterbilden, Wirken
Seele: Ruhe und Kreativität, "Innerer Raum" für Frieden und Souveränität
Alle Bereiche beeinflussen sich gegenseitig in positiver wie auch in negativer Richtung.
Weiterhin werden vier Quadranten (Perspektiven) unterschieden:
I. Individuum (subjektiv):
Alles, was in mir vorgeht und nicht messbar ist, z. B. meine Gedanken und Emotionen.
II. Objekt (rational):
Alles, was mich betrifft und messbar ist, z. B. Blutwerte, Knochendichte, Blutdruck
III. Systeme (subjektiv):
Alles, was mein Umfeld betrifft und nicht messbar ist, z. B. meine Familiensituation und Beziehungen zu Freunden und Arbeitskollegen
IV. Kultur (rational):
Alles, was mein Umfeld betrifft und messbar ist, z. B. mein Kontostand, meine Arbeit
Warum ist diese Unterscheidung so wichtig?
Dies möchte ich Dir an einem Beispiel verdeutlichen:
Stell Dir vor, jemand fühlt sich ständig müde und energielos...
... die Yogalehrerin empfiehlt Meditation (Quadrant I)
... der Hausarzt verabreicht eine Vitamin B-Infusion (Quadrant II)
... die Heilpraktikerin verschreibt Globuli (Quadrant I)
... die beste Freundin lädt zum Wellness ein (Quadrant III)
u.s.w.
Je nach Person und Fachrichtung werden verschiedene Lösungen empfohlen, die aber oft nur auf das Symptom, nicht aber auf das ursprüngliche Problem eingehen. Liegt die Ursache in einer komplizierten Familiensituation (Quadrant III) können wir sie weder durch Entspannungsmethoden (Quadrant I) noch durch Medikamentengabe (Quadrant II) nachhaltig verändern. Dies erscheint so simpel, aber es erfordert Reflexion und einen gewissen Einsatz, etwas zu ändern. Und einige wissen dabei genau, was das Problem ist, schaffen es aber nicht, dieses Wissen umzusetzen (sog. "Mind-Behaviour-Gap"). Also suchen wir nach schnellen Lösungen. So, als würde man eine entzündete Hautstelle immer wieder mit Cortison behandeln - nach dem Motto: "Hauptsache, es ist erstmal weg!"